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10 Januar 2018

Felix A. Münter - Troubleshooter. Das Aufgebot




Klappentext

»Die Tore der Hölle haben sich dort geöffnet. Sie haben Terror und Schrecken ausgespien und alles verwüstet.«
Amerika 1872. Sieben Jahre nach dem Ende des blutigen Bürgerkriegs durchstreift Samuel Reeve, ein ehemaliger Kavallerieoffizier des Nordens, das Land. Er ist auf der Suche nach Begleitern, nach Männern und Frauen, die mutig genug sind, sich auf die Suche nach etwas zu begeben, von dem nur im Flüsterton gesprochen wird.
Es hat sie immer gegeben: Die Geschichten von Monstern in den Weiten des Westens. Von Gestaltwandlern, Geistern, Wendigos oder Chupacabras. Von Dämonen und anderen namenlosen Schrecken, die ihr Unwesen treiben und auf der Jagd nach den Arg- und Wehrlosen sind. Die meisten mögen diese Geschichten für Folklore halten, für Gerede am Lagerfeuer – oft aus dem Mund eines Betrunkenen. Doch Sam Reeve weiß es besser. Angetrieben vom Schicksal der eigenen Familie und dem Drang, die Wahrheit erfahren zu wollen, macht er sich auf den Weg, ein Aufgebot zusammenzustellen, das allen Gefahren gewachsen ist. Doch was sich in den entlegenen Winkeln des Landes verbirgt und Jagd macht, scheint viel größer, schlimmer und unglaublicher als angenommen.


Papierverzierer | eBook ISBN: 9783959620314 183 Seiten | Troubleshooter #1 | 28. September 2017

Meinung
Bücher die so ein bisschen nach (Klischee-) Western mit viel Geballer klingen mag ich. Und wenn das dann auch noch mit Horror vermischt wird dann kann ich nicht dran vorbeigehen. Genauso war es mit Troubleshooter-Das Aufgebot.

Und von der Geschichte bekommt man fast genau das was der Klappentext verspricht. Ein bisschen Wild West Romantik, Action und Monster. Keine großartigen Konflikte, dafür eine Gruppe von sehr unterschiedlichen Helden. Sam Reeve stellt ein Aufgebot aus den unterschiedlichsten Charakteren zusammen, jeder hat eine besondere Begabung und Eigenheiten. Schön fand ich, das die Gruppe bunt gemischt ist und nicht alle typischen Western Klischees bedient wurden. Es gibt zwar den mexikanischen etwas verrückten Kopfgeldjäger der immer einen Spruch auf den Lippen hat, aber das war es auch schon. Reeve ist ein ruhiger Veteran und guter Anführer. Dann gibt es noch einen Arzt, eine Diebin und eine sehr gute Schützin. Die dynamik in der Gruppe entwickelt sich schnell aber glaubhaft, sind sich zu Beginn alle noch recht fremd entsteht doch schnell ein gut zusammenarbeitentes Team.

Zuerst lernt man nach und nach die Charaktere kennen und die Gruppe trifft zusammen. Dann erst geht die eigentliche Horrorgeschichte los. Es dauert lange bis Reeve erklärt was eigentlich los ist und noch länger bis die Horrormomente in die Geschichte kommen. Es gibt auch sehr wenige wirklich gruselige Momente, durch den Klappentext hatte ich mir mehr davon erhofft. Die Geschichte macht Spaß, mir fehlte aber das besondere Etwas. Alles plätschert so vor sich hin und dann kommt das actionreiche Finale.
Die Geschichte ist in sich abgeschlossen lässt aber auch noch genug Spielraum für eine Fortsetzung, die in der Zwischenzeit auch erschienen ist.

Felix A. Münter ist es gelungen den "Wilden Westen" sehr bildhaft darzustellen. Die endlos scheinendnen Weiten, die langen Ritte durch die USA und die teilweise noch sehr ursprüngliche Natur. Als Leser versinkt man in der Vergangenheit.

Troubleshooter-Das Aufgebot ist ein guter und unterhaltsamer Reihenauftakt. Western mit einer Portion Horror.

Danke an den Papierverzierer Verlag für das Rezensionsexemplar

Die Reihe
Troubleshooter
1: Das Aufgebot
2: Jäger und Gejagte

12 Dezember 2017

Robert McCammon - Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal I




Inhalt
1699 in den Carolina-Kolonien Amerikas
Die Einwohner von Fount Royal sind überzeugt, dass eine Hexe für die unerklärlichen Tragödien in ihrem Dorf verantwortlich ist. Sie verlangen, dass die schöne Witwe Rachel Howarth vor Gericht gestellt und wegen Hexerei hingerichtet wird. Der Prozess wird vom reisenden Richter Isaac Woodward mithilfe seines scharfsinnigen jungen Gerichtsdieners Matthew Corbett geführt. Matthew glaubt an Rachels Unschuld und muss sich bald dem wahren Bösen stellen, das in Fount Royal umgeht.


Luzifer Verlag | eBook ISBN: 978-3-95835-198-1 + Hardcover 978-3-95835-197-4 516 Seiten | Judgment of The Witch, aus dem englischen von Nicole Lischewski | Matthew Corbett #1 | 28. Februar 2017

Meinung
Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht. Eine Hexe, oder zumindest eine Hexenverfolgung in einer Kolonie. Dazu noch ein echt ansprechendes Cover!

Los geht es auch gleich sehr spannend und atmosphärisch. Schon nach den ersten Sätzen war ich irgendwie gefangen und gespannt wie es weiter geht.
Matthew ist sehr sympathisch, neugierig und geht die ganze Sache mit seinem gesunden Menschenverstand an. Für seine Zeit ist er schon sehr modern und mit seiner Art bringt er sich das eine oder andere mal in sehr brenzlige Situationen.
Er trifft auf eine Stadt voller abergläubischer Bewohner. Der Aberglaube, die Vorurteile und daraus resultierende Furcht wurde gut umgesetzt. Jeder Charakter hat so seine Eigenheiten, dabei sind viele aber sehr engstirnig und auch unsympathisch. Aber die Geschichte funktioniert genau deshalb so gut.

Meist ist die Geschichte interessant aber erst gegen Ende wieder so richtig spannend. Dafür passt die düstere und etwas unheimliche, fast schon bedrückende, Stimmung die ganze Zeit. Vor allem die Stimmung und die lebhaften Beschreibungen der Landschaft und der Personen machen das Buch zu einem sehr gelungenen Buch. Beim lesen war ich gefangen und wollte gar nicht mehr aufhören.
Band 1 endet aber mit einem fiesen Cliffhanger, ein Glück ist Band 2 schon erschienen.

Am Ende gab es aber eine wirklich widerliche Szene, soviele Details die ich niemals lesen wollte. Das hätte sich der Autor auch sparen können.

4 Sterne. Ein gelungener historischer Krimi über die Hexenverfolgung mit einer düsteren Atmosphäre.

Vielen Dank an den Luzifer Verlag und Netgalley für das Rezensionsexemplar.

Weitere Rezensionen
Life 4 Books
Babsi taucht ab
 

Die Reihe
Matthew Corbett
1.1: ... und die Hexe von Fount Royal I, Judgment of The Witch
1.2: ... und die Hexe von Fount Royal II, Evil Unveiled
2: The Queen of Bedlam
3: Mister Slaughter
4: The Providence Rider
5: The River of Souls
6: Freedom of the Mask

21 September 2017

Emma Garnier - Grandhotel Angst




Klappentext

Italien, März 1899. Die junge Nell reist mit ihrem Mann Oliver an die ligurische Küste, um in Bordighera ihre Flitterwochen zu verbringen. Das Paar logiert im luxuriösen Grandhotel Angst. Nell ist von dem großartigen Gebäude, dem exotischen Hotelpark und dem Blick aufs funkelnde Meer fasziniert. Doch zu ihrer Überraschung kennt Oliver nicht nur bereits das Personal und einige Gäste, sie scheinen auch Geheimnisse zu teilen. Als ein Hotelgast überraschend verstirbt, beginnt Nell, nachzuforschen. Und stößt auf eine Geschichte von Schuld und Verrat – und auf eine unheimliche Legende, die sie in ihren Bann zieht. Bis sie plötzlich selbst im Verdacht steht, ein Verbrechen begangen zu haben ...


Penguin | eBook ISBN: 978-3-641-20151-7 + Taschenbuch ISBN: 978-3-328-10088-1 + Hörbuch 392 Seiten | Einzelband | 14. August 2017


Meinung
Ja, der Klappentext hat mich hier magisch angezogen. Ich hatte eine spannende Geschichte mit Gänsehautfaktor erwartet. Meine Erwartungen waren leider falsch.

Die Geschichte wäre so gut. Es gibt ein großes Hotel mit einem interessanten Namen. Eine wunderschöne Umgebung, und einen Kriminalfall. Nell erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht, was für mich wirklich anstrengend war. Die wahrscheinlich spannende Geschichte verliert sich in den vielen Umgebungsbeschreibungen.

Leider hat mich Nell schon sehr früh sehr genervt. Sie ist naiv und völlig unsselbständig. Sie kann einfach nichts alleine. Ständig kommt irgendwer und sagt ihr was zu tun ist. Oder erklärt ihr die (teilweise recht offensichtlichen) Geschehnisse und dann fängt Nell erst an nachzudenken. Leider auch nur das was ihr gesagt wird. Sie ist so ein Fähnchen im Wind und das hat mich geärgert. Sehr sogar. Wirkliche Nachforschungen gibt es auch nicht, Nell stolpert nur von einem Hinweis zum nächsten. Und die Hinweise sind meist Personen die ihr etwas erzählen.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und gut zu lesen und einer der Punkte, warum ich das Buch beendet habe.
(Und, ich gebe zu, es macht auch Spaß sich über eine Protagonistin zu ärgern)

Für mich ein eher durchschnittliches Buch. Nette Unterhaltung aber leider nervt die Protagonistin.

Wer gerne eine ruhigeren Roman mit viel Wert auf die Umgebung lesen mag kann hier zugreifen. Wer einen spannenden Krimi mit Gänsehautfeeling erwartet wird wohl enttäuscht.

Vielen Dank an das Bloggerportal und Penguin für das Leseexemplar!

Weitere Rezensionen
MadBooks
NichtohneBuch (Hörbuch)

12 August 2017

Eleanor Herman - Schattenkrone




Inhalt

Makedonien im Jahr 340 v. Chr. In Pella, der Hauptstadt des Landes, steht das traditionelle Blutturnier an. Wettkämpfer aus ganz Griechenland nehmen daran teil und dem Sieger winkt eine stattliche Belohnung sowie ein Platz in den Truppen des Königs. Jacob aus dem kleinen Dorf Erissa nimmt auch an diesem Turnier teil, begleitet von seiner besten Freundin Katerina. Diese kommt aus ganz anderen Gründen nach Pella als nur dem Blutturnier.
Bald schon treffen sie auf den Prinzregenten Alexander, der plant endlich aus dem Schatten seines Vaters König Phillip herauszutreten.
Er hat nun die Gelegenheit dazu, denn der König befindet sich auf Reisen. Doch Intrigen und Machtkämpfe stellen Alexander und seine Mitstreiter auf eine harte Probe. Und die Magie die noch vereinzelt vorzufinden ist ist gefährlich und geheimnisvoll zugleich.


Fischer | Hardcover ISBN: 978-3-8414-2230-9 + eBook ISBN: 978-3-10-403411-9  592 Seiten | Legacy of Kings, übersetzt von Anna Julia und Christine Strüh | Royal Blood #1 | 23. Febrauar 2017 


Meinung
Neugierig gemacht hat mich hier eigentlich vor allem das es sich um historische Fantasy handelt. Die Geschichte von Alexander dem Großen gemischt mit Magie und mystischen Wesen? Muss ich lesen.

Abwechselnd begleitet man 8 Protagonisten, die durch die Geschichte führen. Nach und nach werde alle vorgestellt. Alle haben so ihre Eigenheiten was ich gelungen fand. Trotzdem waren auch hier die typischen Jugendbuchklischees zu finden. Alle Protagonisten sind natürlich hübsch. Alexander und Katerina haben dazu noch besondere Fähigkeiten, die sie aber erstmal für sich behalten. Und es gibt eine Dreiecksgeschichte, ein Glück nicht zu aufdringlich (und nein, nicht ganz so offensichtlich). Dieses große Geheimnis das Katerina umgibt war leider auch sehr vorhersehbar. Aber gut und spannend umgesetzt, ich konnte lange rätseln ob ich richtig liege.
Schön war auch das Katerina nicht die hilflose Dame war, sie kann auf sich aufpassen und entwickelt sich weiter.

Die Geschichte startet langsam, man lernt nach und nach alle kennen. Die Geschichte spitzt sich dann zu und gipfelt in einem großen Finale. Auch wenn am Anfang nicht allzuviel passiert hat das Buch einen Sog entwickelt. Ich konnte nicht aufhören zu lesen und wollte wissen wie es weiter geht. Dieser Teil ist zwar abgeschlossen, vieles aber noch offen und macht wirklich Lust auf die Folgebände!

Was für mich sehr ungewohnt war: Die Protagonisten werden meist mit Spitznamen angesprochen. So ist Alexander meist Alex und sein Kumpel Heph. Das war (und ist) wirklich ungewohnt, vor allem weil es in meinem Kopf einfach nicht so recht passen will. Aber da es ein Jugendbuch ist passt es wieder irgendwie.

Die Geschichte wird in der Gegenwartsform erzählt, noch so eine kleine Besonderheit. Dadurch ist man aber schnell gefangen.

Die Antike wurde sehr glaubhaft dargestellt. Wie korrekt alles wirklich ist kann ich nicht beurteilen. Als Leser kann man sich ein gutes Bild machen, auch wenn man sich noch nicht mit der Epoche auseinandergesetzt haben sollte. Am Ende findet sich noch eine Anmerkung der Autorin in der sie noch einiges zu den historischen Vorbildern erklärt, eine interessante Ergänzung.

Eine gelungene und spannende Geschichte die gekonnte historisches mit Fantasy verknüpft.


Die Reihe
Royal Blood,  Blood of Gods and Royal
0.5: Schlangenkönigin, Voice of Gods
0.6: Queen of Ashes
1: Schattenkrone, Legacy of Kings
2: Göttertochter, Empire of Dust
3: Reign of Serpents
4: Dawn of Legends tba

13 April 2017

Katharina Münz - Weihnachten auf Luxulyan




Klappentext

Zur Zeit der Wikingerüberfälle lebt die junge Melwyn als Magd auf der Burg ihres Vaters in Cornwall. Die Bastardtocher des Edelmanns hat die Aufgabe, auf seinen einzigen Sohn und Erben aufzupassen, was sich angesichts des temperamentvollen Jungen als nicht gerade einfach erweist. Und ausgerechnet in der Vorweihnachtszeit überschlagen sich die Ereignisse in und um Luxulyan … Das adventliche Prequel entführt in den Dezember 880, zehn Monate, bevor die Handlung von »Die 13. Jungfrau« beginnt. (Weiterer Inhalt besteht aus der Leseprobe zu »Falkenherz - Bewährung der Schildmaid«)


Selbstverlag | eBook + Taschenbuch 118 Seiten | Schildmaid #1 | 01. November 2015


Meinung
Nachdem Katharina Münz mich mit "Die 13. Jungfrau" überzeugen konnte, habe ich nun endlich auch mal eine weitere Geschichte um Melwyn gelesen. Nachdem das erste Buch bei einem Verlag erschienen ist hat die Autorin noch zwei weitere Bücher im Selbstverlag herausgebracht. Dies ist eine Vorgeschichte zu "Die 13. Jungfrau" und es gibt auch eine Fortsetzung. Das schöne ist das man die Bücher auch unabhängig voneinander lesen kann.

Die Geschichte ist recht kurz, und macht Lust auf mehr, was ein gelungenes Prequel ausmacht. Ich fand es schön zu den Anfängen der Geschichte zurück zu kehren und Melwyn bei ihrem Alltag zu begleiten. Sie ist einfach so nett und teilweise unbeholfen. Und sie ist nicht diese typische Frau die sich gegen ihr Schicksal wehrt.

Der Roman wirkt gut recherchiert und ist vor allem glaubhaft. Die Geschichte ist spannend und witzig erzählt. Die Bräuche die Melwyns Mutter pflegt waren interessant. Zwar sind diese Bräuche nicht sehr gerne gesehen bei der Kirche, doch so lange alles noch halbwegs versteckt abläuft machen doch alle mit.

Die Seiten fliegen nur so dahin. Katharina Münz hat einen tollen Stil der den Leser gefangen nimmt. Man ist sofort im frühmittelalterlichen England, zusammen mit Melwyn und ihrer Mutter auf der Burg. Ich konnte gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören und dann war es leider auch schon zu Ende.

Ein gelungenes Prequel das Lust auf mehr macht. Spannend und authentisch erzählt. Ich kann das Büchlein jedem empfehlen der gerne mal einen guten historischen Roman (für zwischendurch) lesen mag.


Die Reihe
Die Schildmaid
1:  Weihnachten auf Luxulyan
2: Die 13. Jungfrau
3: Falkenherz

11 April 2017

Caroline Vermalle , Ryan von Ruben - Eine Blume für die Königin




Klappentext

Als der junge Gärtner Francis Masson im Jahre 1770 den Auftrag erhält, im Namen des englischen Königs in Afrika nach einer raren Orangenblüte zu suchen, kann er nicht ahnen, dass ihn das Abenteuer seines Lebens erwartet: Während seiner Jagd nach der geheimnisumwobenen Blüte erwarten ihn nicht nur ungebändigte Natur, sondern auch manch raffinierte Intrige seitens konkurrierender Pflanzenjäger. Als er Bekanntschaft mit dem exzentrischen Botaniker Carl Thunberg und dessen eleganter Begleitung macht, nimmt Massons Schicksal abermals eine unerwartete Wendung … Ein wunderbar lebendig erzählter Entdeckerroman vor der farbgewaltigen Kulisse südafrikanischer Blütenpracht
(Quelle: Verlagsseite)

Bastei Lübbe | eBook + (Taschenbuch) 366 Seiten | Einzelband | 18. Juli 2014 | Altersempfehlung vom Verlag: ab 16 


Meinung
Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch eine Empfehlung der Buchhändlerin, ich hatte nach einem spannenden historischen Roman gesucht. Mit Abenteuer, ungewöhnlichem Setting und ohne Liebesdrama. Und vor allem keiner dieser Schmöker. Empfohlen hat sie mir dann " Eine Blume für die Königin", ich fand den Klappentext überzeugen und habe das Buch mitgenommen. Nun konnte ich es auch endlich lesen.

Alles was ich mir gewünscht habe hat diese Buch, das passiert so selten das man fast genau das bekommt was man sucht!

Die Geschichtet startet mit einem Prolog, der im Jahr 1805 in Kanada spielt. Zuerst mal war ich verwirrt, da der Klappentext etwas völlig anders verspricht. Bald wird aber die Geschichte von Francis Masson und seiner abenteuerlichen Reise erzählt.
Masson ist ein junger Mann der eher zufällig in die Situation kommt an einer Forschungsreise teilzunehmen. Also macht er sich auf nach Afrika um eine Blume zu finden. Masson war zuerst sehr liebenswert, er ist ein Gärtner der seine Blumen liebt. Zudem ist er am Anfang sehr naiv und so unbedarft. Das bleibt er auch das ganze Buch über. Er wird von allen möglichen Leuten für deren Ziele eingesetzt und merkt es nicht, erst als es schon fast zu spät ist. Doch egal wie ausweglos die Situation scheint, Masson ist ein Glückspilz und es findet sich immer eine Lösung. Sei es in Form von Hilfe von anderen oder einfach nur durch einen Zufall. Er kommt wirklich aus jeder Situation raus. Trotzdem hatte ich beim lesen viel Spaß, weil ich mich immer gefragt habe was Masson nun als nächstes für Dummheiten machen wird.
Gegen Ende der Geschichte wird dann doch noch eine dramatische Liebesgeschichte eingebaut und ein bisschen Drama.

Das Buch war aber so flüssig geschrieben und es gab doch einige Humorvolle Stellen, dass es sich sehr schnell gelesen hat.

Die Zeit war gut dargestellt. Wie historisch Korrekt alles war kann ich nicht beurteilen, nur das es glaubhaft war. Es wurden auch einige bekannte historische Persönlichkeiten eingebaut, Kapitän Cook zum Beispiel. Am Ende findet sich dann noch ein Interview mit den Autoren und einigen Erklärungen, wo historische Fakten zu den Personen verarbeitet wurden und was Fiktion ist. Sehr interessant und hilfreich.

4 Sterne gibt es von mir. Eine nette Abenteuergeschichte die sich schnell lesen lässt und gute Unterhaltung bietet.

25 Mai 2016

23 Dezember 2015

03 Dezember 2015

Katharina Münz - Die 13. Jungfrau




Inhalt

Die junge Melwyn verlässt als Begleitung einer Fürstentochter ihre Heimat Cornwall. Sie reist mit der Truppe um ihre kleine Schwester zu beschützen und so auch die Anerkennung ihres Vaters zu bekommen. Doch die Reise ist beschwerlich und ein Sturm zwingt die Gruppe dazu einen Zwischenhalt in Köln zu machen. Doch die Stadt wird von den Dänen angegriffen und beim Versuch ihre kleine Schwester zu retten lädt Melwyn große Schuld auf sich. Sie kann nicht zurück und muss nun ihr Leben selbst in die Hand nehmen.


Schruf & Stipetic | eBook 450 Seiten | Die Schildmaid #2 | 30. November 2015


Meinung
Die Geschichte klang sehr gut und als die Autorin mich gefragt hat ob ich Lust hätte das Buch zu lesen hab ich zugesagt. Und ich sage schon mal: Ich hab es nicht bereut.

Die Geschichte beginnt gleich ziemlich spannend. Man lernt Melwyn kurz kennen und dann geht es auch schon rund. Auf der Reise geht so ziemlich alles schief und die Gruppe in Köln einen Zwischenhalt einlegen. Die Zeit in Köln fand ich etwas langatmig. Dafür geht es dann recht schnell weiter und das Ende kam mir schon ein bisschen gehetzt vor.

Melwyn war ein sehr anstrengender Charakter. Ich wollte sie ständig anschreien und schütteln. Sie ist so naiv und weltfremd, am Anfang war das noch ganz unterhaltsam wurde dann aber sehr schnell sehr nervig. Aber es passt einfach super in das Buch und Melwyn wirkt wirklich authentisch. Sie ist die Bastardtochter eines Fürsten und eigentlich christlich erzogen. Doch ihre Mutter, eine dänische Sklavin, hat ihr auch immer wieder etwas über die alten nordischen Götter erzählt. Für Melwyn eigentlich undenkbar an diese Götter zu denken, immerhin sind das heidnische Götter. Aber trotzdem begleitet der Götterglaube sie. Den Konflikt fand ich gut gemacht.
Mit Melwyn werde ich mich nicht mehr anfreunden, uns verbindet eine Hassliebe. Aber mach braucht auch Charaktere die man anmeckern will ;) Es macht auf jeden Fall Spaß Melwyn auf ihrem Weg zu begleiten und ihre Entwicklung, die etwas dauert, mitzuerleben. Ein bisschen mehr Selbstvertrauen hätte ihr aber nicht geschadet, dann wäre sie wahrscheinlich auch weniger nervig gewesen. Aber bei Melwyn passt das einfach. Sie ist eben nicht die starke Frau die ganz plötzlich alleine klar kommen kann und ihre ganze Erziehung einfach von einer Sekunde auf die andere in Frage stellt.
Als Ausgleich zu ihr gibt es dafür auch einen sehr freundlichen und aufgeschlossenen jungen Ifill!
Über die weiteren Charaktere erfährt man recht wenig, aber es reicht um sich ein eigenes Bild zu machen.

Die Geschichte an sich war wirklich gut gemacht. Dank Melwyn wollte ich das Buch an vielen Stellen einfach weglegen, aber es war so gut geschrieben und spannend, dass ich dann doch weiterlesen wollte. Ich konnte gar nicht aufhören, auch wenn ich ständig meinen Reader angemeckert habe. Es gibt auch eine wirklich tolle Liebesgeschichte wie ich finde.
Das Buch ist abgeschlossen, das Ende lässt aber auch noch die Option für einen Folgeband offen, und ich hoffe den wird es dann auch geben!

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Die Autorin verzichtet auf geschwollene Ausdrucksweisen und versucht nicht krampfhaft ein frühmittelalterliches Flair zu erzeugen. Es gelingt ihr dafür sehr gut den Leser in der Zeit zurück zu versetzen, gut verständlich und ohne uralte Worte die man erstmal nachschlagen muss!

• Charaktere 5
• Idee 4
• Umsetzung  4
• Spannung  4
• Stil 4
• Unterhaltung 5

4,3 Sterne. Ein gelungenes Debüt und ein Lesemuss für Fans von historischen Romanen!

Vielen Dank an Katharina Münz und Schruf & Stipetic für das Lesexemplar. Und Danke auch an Sarah für die Vermittlung!


Die Reihe
Die Schildmaid

1: Weihnachten auf Luxulyan
2: Die 13. Jungfrau
3: Falkenherz

09 Oktober 2015

Vera Buck - Runa



Inhalt
Paris, 1884. Die neurologische Abteilung der Salpêtrière gehört zu den bekanntesten in ganz Frankreich. Dort führ der berühmt Arzt Dr. Charcot Experimente mit hysterischen Patientinnen durch und hält auch eine viel besuchte Vorlesung darüber. Der junge Arzt Johann Hell, genannt Jori, ist extra aus der Schweiz nach Paris gekommen um seinen Doktor in der Salpêtrière zu machen, mit Charcot als Doktorvater. Nur fehlt ihm ein Thema für seine Arbeit. Als dann das geheimnisvolles Mädchen Runa in die Klinik eingeliefert wird, mit deren Verhalten keiner so wirklich zurecht kommt, wittert Jori seine Chance, er möchte als erster Mediziner den Wahnsinn aus dem Gehirn eines Patienten schneiden, bei Runa. Was aber keiner ahnt ist das Runa mehr ist als nur eine Patientin. Gleichzeitig wird Paris von seltsamen Morden erschüttert und der der ehemalige Polizeiinspektor Lecoq Versucht die Fälle auf seine ganz eigene Art zu lösen.

Limes | eBook ISBN: 978-3-641-17368-5 + Hardcover ISBN: 978-3-8090-2652-5 608 Seiten | Einzelband | 24. August 2015

Meinung
Der Klappentext des Buches klang nach einem spannenden Medizin-Thriller und deshalb wollte ich das Buch gerne lesen. 
Zugegeben fand ich auch das Cover einfach nur genial, ein Quecksilbertropfen in dem sich ein Mädchen spiegelt! Mal was anderes und es hat mich unheimlich neugierig gemacht!

Der Einstieg in das Buch ist nicht unbedingt einfach. Der erste Teil des Buches besteht aus vielen Beschreibungen, Fachbegriffen und Charaktervorstellung. Wer sich für Medizingeschichte interssiert und schon ein paar Vorkenntnisse hat,hat mit diesem ersten Teil sicher mehr Freude als Leser die gar keinen Vorkenntnisse haben. Viele der Fachbegriffe werden nicht erklärt und ich könnte mir vorstellen dass es ermüdend wirkt wenn man oft nachschlagen muss.
Leider blieb die Spannung für mich oftmals auf der Strecke, dafür fand ich das Buch durchweg interessant. Diese geheimnisvollen Mordfällen waren für mich leider auch nicht wirklich geheimnisvoll und ich hatte recht schnell eine Idee was den Los ist, ein bisschen schade.

Man merkt das sich die Autorin sehr mit dem Thema auseinandergesetzt hat und auch viel recherchiert hat. Sie schafft es Einblicke in die Vergangenheit zu geben und "Runa" könnte man fast als Horrorgeschichte bezeichnen. Wie mit den Patienten umgangen wird ist wirklich schrecklich und nichts für schwache Nerven. Auch die kalten, sachlichen Gespräche der Ärzte über Wasserbäder, Elektroschocks und andere sogenannte Behandlungsmethoden lassen das ein oder andere mal wirklich Gänsehaut entstehen und bleiben einfach unfassbar. Passen aber sehr zur Geschichte und ich finde die Überheblichkeit der Ärzte wirklich sehr gut dargestellt.

Die Charaktere wurden mir erst nach einiger Zeit vertrauter, vor allem weil es einige davon gab die man als Leser begleitet, aber so wirklich sympathisch war mir irgendwie nur der Chorjunge. Ich mag viele Perspektivwechsel eigentlich nicht, aber bei "Runa" sind diese fast nötig, ich war wirklich froh ab und an aus der wirklich beklemmend wirkenden Salpêtrière zu entkommen und ein bisschen durchatmen zu können während ich die anderen Charaktere begleite.

Jori wirkt sehr naiv und betet Charcot förmlich an, wie alle anderen auch. Und zudem war er doch sehr arrogant aber auch unsicher und einer der wenigen der wirklich anfängt die Behandlungsmethoden immerhin ein bisschen zu hinterfragen.
Lecoq war mal Ermittler, bis er die Wissenschaft der Physiognomie entdeckt, nach der er ein Verbrechergesicht hat und damit nicht als Inspektor geeignet ist. Mit seiner Verbrecherkarriere will es allerdings nicht so recht klappen.
Dann gibt es noch einen Chorjungen, der ein mit geheimnisvollen Zeichen vollgekritzeltes Liederbuch findet. Und ein Geschwisterpaar welches einer seltsamen Kutsche folgt.
Gut gelöst war wie sich die Charaktere alle nach und nach begegnen und Lecoq in diesen Mordfällen ermittelt. Er hat so seine ganz eigene Art die teilweise sogar für Humorvolle Szenen gesorgt hat.
Leider blieb Runa als Charakter wenig erwähnt, aufgrund des Titels hätte ich erwartet das es mehr um sie geht, das war leider nicht so. Wer also erwartet die Lebensgeschichte eines mysteriösen Mädchens zu lesen ist in diesem Buch falsch.

Die Autorin schreibt sehr sachlich und eindringlich und schafft es damit eine wirklich düstere Stimmung zu erzeugen.

• Charaktere 4
• Idee 4
• Umsetzung  3
• Spannung  3
• Stil 5
• Unterhaltung 4

3,8 Sterne. "Runa" ist ein sehr interessantes und düsteres Buch, dem es ab und an Spannung fehlt. Die Autorin spinnt eine unglaubliche und unheimliche Geschichte mit einem wirklich schwierigen Thema. Sicher kein Buch für jeden und auch nichts für schwache Nerven.

Vielen Dank an das Bloggerportal von Randomhouse für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!


Weitere Rezensionen
Epilogues

06 September 2015

19 Juni 2015

Megan Chance - The Visitant. A Venetian Ghost Story




Inhalt

Elena Spira lebt und arbeitet in einer psychiatrischen Anstalt, ihr Vater ist der Leiter dieser Anstalt. Doch eines Tages passiert Elena ein schrecklicher Fehler und er Ruf ihrer Familie ist in Gefahr. Um den Ruf zu retten wird Elena als Krankenpflegerin für Samuel Farber nach Venedig geschickt. Samuel ist ein Sohn aus reichem Haus, der bei einer Reise nach Italien überfallen wurde und nun verletzt und krank in Venedig, im Haus seines Freundes Nero Basilio untergekommen ist. Elena soll sich um ihn kümmern und ihr gesund zurück nach Amerika bringen, damit er seine Verlobte heiratet und sie den Ruf ihrer Familie retten kann.
Doch das Haus Basilio ist nicht so schön wie erwartet, alles ist marode und die Bewohner scheinen ein dunkles Geheimnis zu hüten. Eine dunkle Macht scheint in dem Haus zu wohnen und auch langsam auf Samuel überzugehen.


Lake Union Publishing | eBook + Taschenbuch + Hörbuch| Einzelband | 22. September 2015 | Sprachschwierigkeit: 2 


Meinung
Eine Geschichte mit Geistern im historischen Venedig. Klingt spannend und ich hatte sogar Glück und habe bei Netgalley ein Vorabexemplar bekommen! Danke dafür!

Die Geschichte spielt im Jahr 1884 und startet mit Elenas Ankunft in Venedig. Alles ist düster und sie freut sich auf die schöne Umgebung. Leider muss sie schnell feststellen dass das Palazzo Basilio nicht so prunkvoll ist und eher einer Bruchbude ist als ein wunderschöner Palazzo. Auch die Bewohner sind alles andere als freundlich zu Elena und sie scheint unerwünscht zu sein.

Ich mochte die Idee mit dem Geist, auch wenn relativ schnell klar war was eigentlich los ist. Nur Elena scheint das nicht zu verstehen, oder verstehen zu wollen. Sie ist sehr rational erzogen worden und sucht lange nach einer wissenschaftlichen Erklärung für all die seltsamen Vorkommnisse im Haus.
Auch ihre nachfragen führen zu nichts, da jeder seine eigene Version der Dinge die passiert sind erzählt und alle Lügen was das Zeug hält, was Elena aber nicht bemerkt. Auch als Leser weiß man manchmal nicht so recht was man glauben soll und macht sich dann sein eigenes Bild. Gut umgesetzt war die Geschichte, allerdings mit einigen Längen.

Elena fand ich am Anfang noch interessant, Tochter eines Psychologen der Leiter einer Psychiatrie ist und neue, menschenfreundlichere Behandlungsmethoden praktiziert. Sie kommt nach Venedig um Samuel gesund zu pflegen, der nicht nur Wunden von dem Überfall trägt sondern auch Epileptiker ist. Eine Krankheit die seiner Familie peinlich ist. Da er aber der Einzige Erbe ist wollen seine Eltern ihn möglichst schnell verheiraten, dazu muss er gesund nach Amerika zurück.
Elena hält sich strikt an den Plan den ihr Vater ihr gegeben hat und versucht alles um Samuel gesund zu pflegen. Sie kann sich durchsetzen, zumindest am Anfang. Dann taucht Nero auf und sie ist total neben der Spur.
Leider ist sie auch unsagbar naiv, leichtgläubig und manchmal einfach nur doof. Zudem glaubt sie einfach erstmal jedem und stellt erst Fragen, als es schon fast zu spät ist. Sie wird anfänglich als die wohlerzogene und prüde Tochter aus gutem Hause dargestellt, ändert ihr Verhalten aber schlagartig. Das fand ich nicht sehr überzeugend.

Sehr gut recherchiert und erklärt fand ich die damaligen Behandlungsmethoden. Samuels Krankheit wirkte real und es wurde deutlich wie die Gesellschaft damals mit Epileptiker umgegangen ist. Elena ist eine der wenigen die keine Vorurteile hat und daran glaubt, dass sie Samuel helfen kann. Ob die andren die Vorurteile haben die ihnen nachgesagt werden wird aber nicht klar, da die Krankheit geheim gehalten wird.
Auch Venedig wirkt authentisch, wenn man denn mal was von der Stadt "sehen" darf. Der Großteil der Geschichte spielt im Haus.

Der Schreibstil ist gut zu lesen und sehr bildhaft. Die Autorin hat es immer wieder geschafft, dass ich mit Elena und den anderen im Haus war und alles um mich herum vergessen habe.

• Charaktere 3
• Idee 3
• Umsetzung 4
• Spannung  4
• Stil 4
• Unterhaltung 4


3,6 Sterne. Eine gute Geistergeschichte in einer tollen Umgebung zusammen mit einer teilweise dramatischen und auch verzwickten Liebesgeschichte. Nicht nur für Fans von historischen Romanen!

Weitere Rezensionen:
Mad Books


19 April 2015

12 April 2015

Tim Curran - Skin Medicine. Die letzte Grenze




Inhalt
Amerika im Jahre 1882. In den Utah-Territorien geht das Grauen um, etwas unaussprechlich Böses treibt dort sein Unwesen. Menschen verschwinden, Dörfer werden ausgelöscht indem die Einwohner grausam Verstümmelt werden. Tyler Cabe, Kopfgeldjäger kommt auf der Suche nach einem brutalen Mörder in genau dieser Gegend vorbei. Und nun muss er etwas Jagen das noch viel schlimmer ist und die Vorstellungskraft weit übersteigt!


Luzifer Verlag | eBook ISBN: 978-3-95835-029-8 + Taschenbuch ISBN: 978-3-95835-028-1 392 Seiten | Skin Medicine, aus dem englischen von Raimund Gerstäcker | Einzelband | 08. Januar 2015 

Meinung
Ein historischer Western-Horror.
Die Geschichte beginnt sehr spannend und schaurig, der Leser begleitet den Transport eines Sarges nach Whisper Lake, einer Mienenstadt. Doch in dem Sarg scheint keine gewöhnliche Leiche zu liegen! Der Einstieg war wirklich gelungen und auch schaurig, die Atmosphäre war klasse.
Der zweite Teil war etwas langatmiger, da hier viele Charaktere vorgestellt werden. Zwischendurch passiert mal ein Mord oder ein ganzes Dorf wird niedergemetzelt, man braucht wirklich einen starken Magen und starke Nerven für das Buch! Teilweise war es mir schon fast zu viel, und ich bin einiges gewohnt!

Der Autor hat die Zeit gut eingefangen und scheint sich in allem an die historischen Fakten gehalten zu haben. Gemischt mit der Geschichte um die Menschenjagenden Monster eine wirklich gute Geschichte.
Die Geschichte besteht aus vielen Handlungssträngen die gut ineinander übergehen. Man lernt die damalige Zeit dabei gut kennen. Und gegen Ende führt alles zusammen. Durch die vielen kleinen Geschichten wirkte es auch hier für mich etwas überladen. Auch kam die ganze Sache mit dem Mörder, wegen dem der Protagonist eigentlich in die Stadt gereist ist für mich etwas zu kurz und wurde auch sehr schnell abgewickelt und wirkte nebensächlich.

Es gibt viele Charaktere und von fast jeder Person die Auftaucht erhält man einen kleinen oder großen Einblick in die Lebensgeschichte. Der Autor schweift gerne mal in die Vergangenheit der Charaktere ab, damit wirken alle sehr greifbar. Durch die vielen Informationen wirkt es aber auch etwas überladen und man muss sich wirklich anstrengen um alles im Kopf zu behalten.

Der Schreibstil ist sehr bildhaft und detailiert. Ab und an etwas ausschweifen und wie ich finde übertrieben, aber passt sehr zur Geschichte und zur Stimmung!

• Charaktere 4
• Idee 4
• Umsetzung  4
• Spannung  4
• Stil 4
• Unterhaltung 4

Glatte 4 Sterne für dieses Buch. Wer gerne Horrorgeschichten mit viel Blut liest sollte auf jeden fall Skin Medicine lesen.

Danke an den Luzifer Verlag für die Leserunde und das zur Verfühung gestellte Leseexemplar!

28 Dezember 2014

20 Dezember 2014

23 Juli 2014

18 März 2014

[Rezension] 40 Tage bis zur Hochzeit



Autorin: Birgit Fleischer
Titel: 40 Tage bis zur Hochzeit
Taschenbuch 320 Seiten
Verlag: Einhorn Verlag
Erschienen: 03.05.2013










Inhalt:
Sophie ist die Gräfin von Pfirt und auf dem Weg nach Wirtenberg zu ihrem Verlobten, Graf Ulrich von Wirtenberg. Sie wurde ihm schon länger versprochen. Da ihre Familie aber keine Zeit hat reist sie alleine mit ihren beiden Dienerinnen. Leider haben die nichts Gutes vor und schupsen die arme Sophie den Uracher Wasserfall hinunter und Beatrix, ihre Dienerin, nimmt Sophies Platz ein. Sophie überlebt den Sturz aber zum Glück nahezu unversehrt. Sie will nun ihren rechtmäßigen Platz zurück, ihr bleiben noch 40 Tage. Leider hat sie keine Möglichkeit ihre Identität zu beweisen und so beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Meinung:
40 Tage bis zur Hochzeit ist ein sehr schöner historischer Roman. Die Geschichte liest sich gut und flüssig, auch wenn manchmal einige Längen enthalten sind.
Der geschichtliche Hintergrund ist sehr gut in die Handlung eingebaut. Und ich habe auch noch einiges über die damalige Zeit dazu gelernt!

Allerdings waren manche Abschnitte doch sehr politisch und langatmig, das hat mir weniger gut gefallen.

Die Hauptcharaktere sind sympathisch. Sogar Beatrix die Dienstmagd die Sophies Platz einnehmen will ist teilweise sympathisch. Sie ist nicht die übliche "Böse" Gegenspielerin.

Besonders gut gefallen haben mir die Handlungsorte. Der Roman spielt in Stuttgart und Umgebung.

Ich schwanke die ganze Zeit zwischen 3 und 4 Sternen, da manche Stellen wirklich sehr langatmig waren. Aber die Tendenz geht, aufgrund der tollen Erzählweise, eher in Richtung 4 Sterne!


Eine klare Leseempfehlung für alle die gerne einen historischen Roman und ein schönes Märchen in der Stuttgarter Gegend lesen wollen.



Vielen Dank an den Einhorn Verlag für die Bereitstellung eines Leseexemplars! :)