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09 Oktober 2017

Die grüne Fee. Geschichten aus Eis und Dampf

Heute eine kleine Vorstellung für euch. „Grüne Fee – Geschichten aus Eis und Dampf“, ein Magazin das zum Eis&Dampf Universum herausgegeben wird. Das Heft ist ein Herzensprojekt der Autoren und wird eigenständig vertrieben.
Als Fangirl der Reihe lassen diese hübschen Heftchen mein Herz ja höher schlagen und als Judith mich dann fragte ob ich die Heftchen lesen und vorstellen will war ich sowas von happy.

„Grüne Fee – Geschichten aus Eis und Dampf“ ist ein Magazin das von Judith C. Vogt, Mia Steingräber, Christian Vogt und Tobias Rafael Junge herausgegeben wird. Die grüne Fee ist eine Sammlung von Pulp-Steampunk-Kurzgeschichte die in der Steampunk-Welt von Eis&Dampf angesiedelt sind. Die Welt von Eis&Dampf wurde von Judith und Christian Vogt geschaffen, den erste Roman "Die zerbrochene Puppe" liebe ich. (Hier geht es zu meiner Rezension) Es gibt auch weitere Romane die in dieser Welt spielen und ein Setting für das Fate Rollenspiel.

Die Aufmachung ist wunderschön und mit viel Liebe fürs Detail. Das Heft ist so perfekt und stimmig umgesetzt. Alles wirkt wie ein wirklich alter Heftroman, der an einem alten Kiosk gekauft wurde und schon oft gelesen wurde. Es gibt wunderschöne Illustrationen die in die Zeit passen. Und wunderbare Werbeanzeigen der Unterstützer aus dem Bereich Stampunk und Gaslight. Dies passen sich so gut ein, das alles wirklich stimmig ist.

In Band 1 der Heftreihe gibt es 6 Kurzgeschichten. Alle sind unterschiedlich aufgebaut, es gibt Zeitungsartikel, Briefromane und Erzählungen.
In Band 2 erwarten den Leser 7 Kurzgeschichten, ebenfalls in unterschiedlichen Formen. Zu den Geschichten selbst will ich nicht viel sagen, die Gefahr zu viel zu verraten ist zu groß. Alle sind aber wirklich gelungen und machen Spaß. Es gibt Luftpiraten, verrückte Wissenschaftler, große Reisen und noch viel mehr. Alles angepasst an das Format des Groschenromans, also teilweise etwas überzogen und Klischeebeladen. Aber immer auch mit einer Prise Humor uns Selbstironie.

Alleine schon um Stundenlang im Heft zu blättern und die vielen Details anzusehen lohnen sich die Ausgaben schon. Ich hab wirklich länger die Hefte angeschaut, durchgeblättert und bestaunt als das ich für das Lesen der Geschichten gebraucht habe.

Empfehlenswert für jeden, der mal ein Blick in diese interessante Welt werfen will. Sammler und Fans der Reihe kommen an diesen wunderschönen Heftchen auch nicht vorbei.

"Die grüne Fee" erscheint jährlich. Die Ausgaben können auf der Website Eis&Dampf bestellt werden. Oder auf Cons erworben werden, wenn die Autoren und die Fee vor Ort sind.

Ein Video bei dem Judith Ausgabe 1 durchblättert gibt es auf Youtube.


Herzlichen Dank an Judith Vogt für das zusenden der "Fee"!


03 Oktober 2017

Jay Kristoff - Stormdancer




Inhalt

Shima ist ein Imperium, das von einem Shogun regiert wird, der in seiner eigenen Welt lebt und grausam sowie machthungrig ist.
Das Imperium steht aber kurz vor dem Kollaps. Luft, Wasser und Land sind verpestet durch den Blood Lotus der zu Herstellung von Treibstoff überall angepflanzt wird. Die meisten Tiere sind ausgerottet, die Menschen krank. Die Lotusgilde überwacht die Herstellung und ist nach dem Shogun die größte Macht die alle Geschicke des Imperiums leitet
Dann macht das Gerücht die Runde das ein Sturmgreif gesichtet wurde, eine mythische Kreatur von der man dachte sie sei ausgestorben.
Yukiko und ihr Vater, der „Schwarze Fuchs“ und oberster Jäger von Shima werden ausgeschickt den Greif zu fangen und zum Shogun zu bringen, versagen wird mit dem tot bestraft. Doch wie jagt man ein ausgestorbenes Tier in einer sterbenden Welt?


TOR UK | eBook + Taschenbuch ISBN: 9781447200499 451 Seiten | The Lotus Wars #1 | 01. September 2012 | keine deutsche Übersetzung bekannt |
Sprachschwierigkeit: 3

Meinung
Eine Fantasywelt die auf Japan basiert, japanische Mythologie und Steampunk-Elemente. Mehr musste ich zu diesem Buch nicht wissen um es lesen zu wollen.
Nachdem es nun einige Zeit auf meinem SuB lag hab ich es auch endlich davon befreit und gelesen. Ich hatte hohe Erwartungen, vor allem weil man wirklich viel Gutes vom Buch hört.

Wenn man nicht ein bisschen Ahnung von japanischer Mythologie und vor allem von alter japanischer Mode hat, könnte man am Anfang etwas erschlagen werden von den vielen unbekannten Bezeichnungen. Vieles wird zwar erklärt und es gibt am Ende ein Glossar mit allen wichtigen Begriffen und Göttern, aber das zurechtfinden könnte am Anfang schwierig werden. Man landet direkt in einem Kampf zwischen Mensch und Oni.

Nach den ersten Seiten war ich schockverliebt. Ich hätte fast ein neues Lieblingsbuch gehabt (Jay Kristoff kann das wirklich!) Die Geschichte hat Spaß gemacht und mich sehr gut unterhalten. Spannend, actionreich und gut durchdacht. Man kann mitfiebern. Es passiert fast nichts das man vorhersehen kann und es gibt Plot-Twists, ja nicht nur einen. Nur die obligatorische YA-Lovestory war seltsam. Da sieht Yukiko die Augen eines Typen und tadaaahhh: Insta-Love. Aber immerhin gibt es die ein oder andere Stelle bei der sie selbst die Sache mit Sarkasmus nimmt. Und dann kommt am Ende der große Showdown, zum mitfiebern und luftanhalten.

Die Charaktere waren super. Yukiko macht eine tolle Entwicklung durch und die Bindung zu Buruu wird echt glaubhaft und gut umgesetzt. Auch ihre Beziehung zu den anderen Charakteren ist toll, entwickelt sich und ändert sich.
Bis auf Hiro, einen Samurai, waren auch alle Charakter gut umgesetzt. Hiro bleibt leider etwas blass und er war gefühlt nur da um die Geschichte voranzubringen.

Als Leser begleitet man abwechselnd Yukiko, den Shogun und ab und an kurz noch andere Charaktere. Die Wechsel der Perspektive werden durch einen Absatz gekennzeichnet.

Ich mochte die Welt, vor allem am Anfang. Aber nach und nach gab es immer wieder Details die mich gestört haben weil sie einfach unstimmig waren.
Am Start wird sehr viel erklärt und die Welt gezeigt. Ich mochte es sehr, man erhält eine Führung durch die Welt und erst nach und nach geht die Geschichte lost. Wer wert auf viele Details legt kommt hier voll auf seine Kosten.

Einige Kritikpunkte zum Worldbuilding: Die Welt basiert auf Japan. Die japanische Mythologie wurde quasi komplett übernommen und ein bisschen ausgeschmückt, vieles davon hat Jay Kristoff auch gut umgesetzt, zumindest für westliche Leser. Leider wirkte alles ab und an unfertig. Man nehme ein romantisiertes feudales Japan, benennt es um, werfe ein paar Steampunkelemente dazu, rührt um, fertig ist die Welt von Stromdancer. Eingentlich kein Problem, aber dann sollten die Details stimmen. Wenn es um die Sprache geht waren einige Patzer drin (und ja, die sind mir aufgefallen obwohl ich weit davon entfernt bin gut japanisch zu sprechen). Die Nutzung von "hai" und "sama" war seltsam. Vor allem "sama", das ist ein Suffix, es kommt nach einem Namen oder Titel um die Person sehr respektvoll anzusprechen. Ja, soviel hab ich schon gelernt, das ist quasi das erste das man lernt. Und hier steht "sama" teilweise allein, als Titel. Sehr seltsam. Lustigerweise wird es im Glossar richtig erklärt aber im Buch falsch umgesetzt.
Und dann gibt es Stellen, da bekommt Yukiko einen japanischen Titel, und dann muss sie erklären was das bedeutet?! Ich dachte die sprechen da alles japanisch? Ich war verwirrt.

Und noch mehr Details die mir aufgefallen sind und die mich gestört haben. Pandas dienen als Beispiel für die schreckliche Umweltzertörung die duch den Blutlotus entsteht. Sie wurden in Shima ausgerottet. Seit wann sind Pandas in Japan überhaupt heimisch? Wie kann man denn eine nicht heimische Tierart im Land ausrotten? Wenn mir glaubhaft eine Fantasywelt vorgestellt worden wäre in der es Pandas mal gab dann wäre das nicht so schlimm gewesen. Aber so, so ganz ohne sinnige Erklärung? Auch Tiger kommen als Beispiel vor. Die letzten wohnen im Garten des Palastes. Warum kann man da nicht andere Tiere nehmen? Und dann taucht noch eine mythische Figur namens Nagaraja auf. Das ist eine Figur aus der indischen Mythologie! (Ich hab Google gefragt weil mir der Name absolut unbekannt war...). Warum? Nur weil es etwas in Asien gibt ist es nicht sofort japanisch. Es gibt dasehr viele unterschiedliche Kulturen. Es scheint so als hätte Herr Kristoff sich Japan als Grundlage ausgesucht, weil es das nicht so oft gibt aber die Recherche war nicht wirklich tief.
Auch das Verhalten der Charaktere kam mir teilweise sehr verwestlicht vor (kann man das so sagen?). Irgendwie hat dieser japanische Touch gefehlt, diese kleinen Eigenheiten.
Trotzdem kann das Buch unterhalten.

Ich schwanke, zwischen 5 und 2 Sternen. 5 sagt der Bauch weil die Geschichte so gut war, das Buch hat Spaß gemacht, ich habe mitgefiebert. 2 sagt der Kopf wegen der vielen kleinen Details die nicht gepasst haben.
Wer sich für dieses Buch interessiert soll sich bitte sein eigenes Bild machen. Die Geschichte macht Spaß und kann gut unterhalten! Nur die Welt ist in meinen Augen nicht perfekt.

Ich will auf jeden Fall wissen wie es weiter geht, Teil 2&3 stehen schon im Regal bereit!

Die Reihe
The Lotus Wars
0.6:The Last Stormdancer
1: Stormdancer
2: Kinslayer
3: Endsinger

By the way: Ich habe die UK Ausgabe gelesen. Eine Übersicht über alle Ausgaben gibts bei Goodreads.

12 Juli 2017

Simone Keil - Guy Lacroix. Auf der Jagd nach dem Rosenkranzmörder




Klappentext
Cöln, Freie Reichsstadt, im Jahre des Herrn 1898
Europa hat sich noch immer nicht von dem Quantenmagischen GAU erholt, der die Welt 40 Jahre zuvor erschüttert hat. Die quantenmagische Strahlung verseucht den halben Kontinent. Die Dampfmagische Gesellschaft hat einen Schutzschirm über Cöln errichtet, doch dieser Schutz hat seinen Preis. Die Dampfmagier nutzen die Furcht vor der Strahlung aus, um die Bürger zu kontrollieren. Die Quantenmagier sind in den Untergrund geflüchtet und haben unter den Gassen Cölns eine Welt geschaffen, die ihren eigenen Regeln folgt. Aber auch in der Oberstadt nehmen Korruption und Verbrechen erschreckende Ausmaße an. Die Dezernate des Kaiserlichen Kriminalamtes sind unterbesetzt, die Beamten überlastet. Viele haben sich korrumpieren lassen oder resigniert. Nicht so Kommissär Lacroix. Für ihn sind Recht und Gesetz nicht nur leere Floskeln. Er steht mit beiden Beinen fest auf dem geschwärzten Boden Cölns und kämpft für Gerechtigkeit. Bis ein schwerer Schicksalsschlag auch seine Welt ins Wanken bringt.


Selbstverlag via Qindie | eBook EAN: 9783739367910 + Taschenbuch ISBN: 9781495264207 178 Seiten | Clockwork Cologne Guy Lacroix #1 | 21. Januar 2014 

Meinung
Hier hat mich der Klappentext und das Cover angesprochen. Bei einer Gratisaktion ist das Buch dann auf meinen Kindle gewandert lag dort aber sehr lange ungelesen.

Man startet auch gleich mitten in der Geschichte, mit der Festnahme eines gesuchten Verbrechers. Ohne große Umwege begleitet man dann den Kommisär Lacroix in seinem Leben. Das war am Anfang etwas seltsam, man wird einfach so in diese düstere aber interessante Welt geworfen. Viele Erklärungen gibt es nicht, man muss sich selbst ein Bild machen. Und einiges kann man sich auch im Laufe der Geschichte erschließen.
Leider ist das ganze Buch doch sehr kurz, vieles bleibt offen. Und wenn man endlich so richtig in der Welt versunken ist und die Jagd nach dem Mörder richtig spannend wird ist es auch schon wieder vorbei.

Guy Lacroix blieb immer sehr distanziert, man lernt ihn nicht wirklich kennen und er ist auch nicht unbedingt ein Sympathieträger. Aber er passt in diese Geschichte.

Die Welt die Simone Keil geschaffen hat hat mir gut gefallen. Sehr düster und voller interessanter Ideen. Da gibt es nicht nur die Dampfmaschinen, es gibt auch unterschiedliche Arten von Magie auch Dampfmagie. Ein magischer Schutzschild hält Strahlung ab und ermöglicht so erst ein Leben in der Stadt. Und dann gibt es noch die Unterstadt in der die ärmsten der Armen leben und auch allerhand Zwielichtige Gestalten.

3,5 Sterne. Ein wunderbarer Steampunk-Krimi mit vielen tollen Ideen. Leider ist das Buch etwas zu kurz geraten und ein paar mehr Details und Aufklärungen hätten nicht geschadet.


Die Reihe
Clockwork Cologne

"Guy Lacroix" von Simone Keil
1 - Auf der Jagd nach dem Rosenkranzmörder
2 - In den Klauen des Metamorphen

"Magnus" von Susanne Gerdom
1 - Der blaue Tod
2 - Das chinesische Mysterium

"Boris und Olga" von Selma J. Spieweg
Tod dem Zaren

20 Juni 2017

Kady Cross - Das Mädchen mit dem Stahlkorsett




Klappentext

Eine Heldin, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat Sie ist eine ganz besondere junge Lady: Ihr Name ist Finley Jayne, sie ist sechzehn Jahre alt und arbeitet als Dienstmädchen. Gelegentlich. Vor allem aber macht sie in den finstersten Gassen Londons Jagd auf Verbrecher. Finley mag hübsche Kleider, ihre Unabhängigkeit und wohlerzogene junge Männer. Wen Finley nicht mag, der kommt ihr besser nicht in die Quere, denn sie ist außergewöhnlich stark. Doch hinter ihren enormen Kräften verbirgt sich ein dunkles Geheimnis …



Heyne | eBook ISBN: 978-3-641-06441-9 + Taschenbuch ISBN: 978-3-453-31464-1 464 Seiten | The Girl in the Steel Corset, Übersetzt von: Jürgen Langowski | Finley Jayne #1 | 09. April 2013 | ab 14


Meinung
Endlich habe ich dieses Buch auch vom SuB befreit. Es lag schon länger im Regal. An einem Buch mit Steampunk kann ich natürlich nicht vorbeigehen.

"Das Mädchen mit dem Stahlkorsett" hat alles was ein typisches Jugendbuch ausmacht. Eine spannende Geschichte, interessante Charaktere und eine (eigentlich gleich zwei) Dreiecksgeschichten. Ein Glück nehmen diese nicht allzuviel Platz in der Geschichte ein. Die Liebesgeschichten sind gut eingebaut, wenn sie mir auch etwas plump vorkamen. Natürlich ist es bei unserer Protagonistin Liebe auf den ersten Blick. Aber immerhin findet sie es selbst etwas merkwürdig.

Die Geschichte ist zwar interessant, gut geschrieben und gut zu lesen aber bietet nicht viel Neues. Für den Einstieg in das Genre Steampunk ist das Buch aber Fall geeignet. Es gibt Dampfmaschinen, Äther und Menschen mit seltsamen Kräften. Alles wird zur genüge erklärt, sodass man sich auch ein Bild machen kann wenn man sich noch nicht mit besagten Dingen beschäftigt hat. Aber, wie gesagt, alles gab es irgendwie schon, es wurde von Kady Cross nur neu gemischt. Das Setting ist gut eingefangen, das alte London und die damaligen Sitten. Auch wenn mir Finley und die anderen manchmal fast schon zu modern wirkten.

Auch wenn es eine Fortsetzung gibt ist dieser Teil doch in sich abgeschlossen. Und das Ende macht auch Lust auf den zweiten Teil.

Die Charaktere bleiben leider alle sehr flach und irgendwie farblos. Jeder hat zwar seine Fähigkeiten und wird genau beschrieben, trotzdem kamen sie mir sehr austauschbar vor.

3,5 Sterne. Gute Unterhaltung und als Einstiegsbuch ins Genre Steampunk zu empfehlen. Ich kann es auch jedem empfehlen der gerne eine spannende Geschichte für Zwischendurch lesen mag.


Die Reihe
Finley Jayne, Steampunk Chronicles
1: Das Mädchen mit dem Stahlkorsett, The Girl in the Steel Corset
2: Das Mädchen mit dem Flammenherz, The Girl in the Clockwork Collar
3: The Girl with the Iron Touch
4: The Girl with the Windup Heart

06 August 2016

Katharina Fiona Bode - Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé




Autorin: Katharina F. Bode
Titel: Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé
Originaltitel: ✔
Taschenbuch 260 Seiten
Verlag: Art Skript Phantastik
Erscheinungstermin: 05. Juli 2016
Reihe: Erasmus-Emmerich #1
Empfohlenes Lesealter: keine Angaben





26 Juli 2016

17 Dezember 2015

11 Dezember 2015

22 August 2015

23 April 2015

[Rezension] Das tickende Herz




Inhalt
Clock lebt und arbeitet auf einem Handelsluftschiff, versteckt von der Welt. Seit einer Notoperation kann sie nicht mehr fühlen da sie ein mechanisches Herz bekommen hat. Seit dieser OP lebt sie auf der Flucht vor ihrem alten Leben zusammen mit ihrem Freund Elliot. Als das Handelsschiff von Piraten angegriffen wird die scheinbar hinter Elliot her sind ändert sich Clocks ganze Leben drastisch. Ehe Clock sich versieht ist sie auch schon entführt und soll Hawk helfen einen wertvollen Stein zurück zu bekommen den Elliot vor Jahren gestohlen haben soll. Doch nicht nur dass, der Luftpirat Hawk und seine Windmagie lassen die Gefühle in Clock zurückkehren, ein rasantes Abenteuer beginnt

Romance Edition | eBook ISBN: 978-3902972538 + ISBN: 978-3902972378 260 Seiten | Einzelband | Februar 2015 | ab 17 

Meinung
Steampunk und Luftpiraten. Schon als ich den Klappentext gelesen hatte wollte ich das Buch lesen, auch wenn mich das Cover erstmal abgeschreckt hat. Und ich bereue es nicht dieses Buch gelesen zu haben! Ich bin einfach begeistert, das Buch hat alles was ein guter Steampunkroman braucht und sogar die Liebesgeschichte weiß zu überzeugen!

Die Geschichte startet mit einem kurzen Prolog indem man die junge Chloey kennenlernt, sie ist ein untypisches Mädchen und treibt sich viel lieber in der Fabrik und den Laboren ihres Vater herum als sich zu benehmen wie eine Dame es sollte. Plötzlich taucht wie aus dem Nichts ein Junge im Labor ihres Vaters auf, Elliot.
Danach findet man sich sieben Jahre später auf dem Handelsschiff Sterntaler wieder, Cloey nennt sich nun Clock und hat schon ihr mechanisches Herz, erst nach und nach erfährt man wie es dazu kam.
Dann tauchen auch schon die Piraten auf und die Ereignisse überschlagen sich immer mehr. Man ahnt schon recht schnell was los ist und wo der Stein versteckt sein könnte, aber das stört überhaupt nicht. Die Geschichte weiß zu überzeugen durch die vielen liebevollen Details und die super ausgearbeitete Welt! Es gibt Luftschiffe, Dampfmaschinen aller Art und sogar eine fast schwebende Stadt. Alles ist wirklich super beschrieben und sinnig ausgearbeitet, auch Clocks nicht vorhandene Gefühle die mich am Anfang noch sehr verwundert haben werden schlüssig erklärt.
Die Geschichte ist durchweg spannend und die Seiten fliegen nur so dahin, man bekommt kaum eine Verschnaufpause beim lesen.

Die Charaktere sind toll, ich mochte Hawk und Clock. Man kann mit den Beiden mitfühlen und mit fiebern. Manchmal möchte man sie einfach schütteln und sie anbrüllen doch endlich miteinander zu reden aber das macht ein gutes Buch genauso aus.
Hawk ist der perfekte Piratenschuft und man muss ihn einfach mögen. Er ist einfach unglaublich cool und gerissen, da kann fast schon Jack Sparrow einpacken! Im Gegensatz zu manch anderen Protagonisten ist er auch noch zurückhalten, drängt Clock zu nichts und ist kein verrückter besitzergreifender „Held“. Danke für so einen tollen Piraten :D
Nur Elliot blieb etwas blass und ungreifbar für mich. Er war einfach da und hat seinen Teil zur Geschichte beigetragen.

Der Schreibstil von Rebecca Wild ist klasse, gut zu lesen und sie schafft es ihrer Welt und den Charakteren Leben einzuhauchen, das Kopfkino läuft die ganze Zeit und man muss das Buch einfach am Stück lesen!

• Charaktere 4
• Idee 5
• Umsetzung  5
• Spannung  5
• Stil 5
• Unterhaltung 5

4,8 Sterne und Favoritenstatus!

Ein Buch das alles hat was ein guter Steampunkroman braucht mit einem Schuss Magie und einer Priese Erotik. Alles gut gemischt macht diese Geschichte einfach zu einem Must-Read und ich kann es kaum erwarten bis Band 2 erscheint!

Ich wiederhole mich aber das Buch ist ein Highlight, also lest es! :D

Danke an Romance Edition für die Leserunde und das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

29 März 2015

31 Mai 2014

Judith & Christian Vogt - Die zerbrochene Puppe




Inhalt

Der Künstler Naðan von Erlenhofen und seine Frau Æmelie, eine begnadete Physikerin, befinden sich auf einer Konferenz in Venedig. Dort stellt Æmelie eine bahnbrechende neue Erfindung von ihr vor. Eine Brennstoffzelle. Leider muss sie deshalb ihr Leben lassen, sie wird ermordet und verschleppt. Ihrem Mann Naðan bleibt nur eine sprechende Puppe und eine Spur, die ihn nach Æsta, einer schwimmenden Stadt, führt. Dort macht er sich an die Ermittlungen um den oder die Mörder seiner Frau zu finden. Es beginnt eine Odyssee und eine lange Reise, während der Naðan einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur kommt.


Feder&Schwert | Taschenbuch ISBN 978-3-86762-156-4 400 Seiten | Einzelband | 1. September 2012 
Zur Leseprobe

Meinung
Steampunk vom Feinsten: Luftschiffe, Maschinen, Physik, verrückte Wissenschaftler, Verräter, Kämpfe und noch viel mehr. Trotzdem ist das Buch an keiner Stelle überladen.

Die Geschichte spielt in einer alternativen Welt. Die Welt wie wir sie kennen existiert so nicht, es ist eine Eiszeit ausgebrochen und somit hat sich einiges anders entwickelt. Das Deutsche Kaiserreich existiert noch und es werden Forschungen mit Dampf und Elektrizität betrieben. Æsta ist eine Stadt, die auf einem Eisberg gebaut wurde und ständig ihre Position ändert um an den nördlichen Küsten Rohstoffe abzubauen die in Europa dringend gebraucht werden. Die Welt ist toll beschrieben und die Kälte der Eiszeit ist teilweise wirklich fühlbar.

Der Schreibstil der beiden Autoren  ist sehr flüssig und bildhaft und das Buch lässt sich wunderbar lesen und verleitet einen dazu in eine andere Welt abzutauchen.

Naðan ist ein toller Hauptcharakter. Er ist toll gezeichnet und ich konnte mit ihm mitfühlen und seien Handlungen auch nachvollziehen. Das Buch ist ganz aus seiner Sicht geschrieben. Während der Geschichte macht er eine interessante und auch nachvollziehbare Wandlung durch. Einige unerwartete Wendungen halten die Spannung aufrecht. Ich konnte nicht aufhören zu lesen bis ich wusste was denn nun passiert ist.

Die Geschichte ist spannend, interessant und teilweise doch auch etwas schaurig. Auch einige Philosophische Ansätze sind eingebaut. Zum Beispiel: Was passiert mit der Seele nach dem Tod? Auch physikalische Aspekte sind toll eingebaut.

Eine absolute Leseempfehlung an Steampunk-Fans und solche, die es werden wollen. Von mir gibt es 5 Sterne!

Mehr aus der Welt der zerbrochenen Puppe gibt es in der Anthologie "Eis und Dampf". Meine Rezension dazu finder ihr hier


17 Mai 2014

Anthologie - Eis und Dampf




Inhalt

Im 9. Jh. n. Chr. ereignete sich in Island eine Serie von Vulkanausbrüchen, die eine Kaltperiode nach sich zog, die Entdeckung Amerikas verhinderte, durch Stürme auf dem Meer die Navigation mit Schiffen erschwerte und Nordeuropa mit Eis überzog. Europa versank in Territorial- und Religionskriegen. Dampfkraft, Æronautik und Elektrizität läuteten eine Periode des wissenschaftlichen Fortschritts ein. Enormer Rohstoffbedarf auf der einen und erschwerte landwirtschaftliche Bedingungen auf der anderen Seite zementierten die Monarchie, die Konflikte der Adelshäuser und die Armut der Arbeiterklasse. Eis und Dampf erzählt dreizehn Geschichten von zwölf namhaften Phantastik-Autoren, die die Welt des 2013 mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichneten Roman.


Feder&Schwert | Taschenbuch ISBN 978-3-86762-200-4 + eBook EAN 9783867622011 304 Seiten | Einzelband | 04. Dezember 2013


Meinung
Eis und Dampf ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, die in der Welt des Romans "Die zerbrochene Puppe" spielen. Die Welt des Romans ist die Erde, allerdings mit einer alternativen Zeitgeschichte. Im 9 Jhd. beginne eine Eiszeit. Ebenso sind die technischen Entwicklungen anders.
Man muss "Die zerbrochene Puppe" nicht gelesen haben um einen Zugang zu den Geschichten zu bekommen! Einen Glossar am Ende hilft, sich zurechtzufinden. Ebenso ist am Anfang des Buches eine wunderschöne und hilfreiche Weltkarte zu finden.

Nun zu den Geschichten: Es sind 13 Geschichten, von unterschiedlichen Autoren.

Ich habe lange nachgedacht wie ich die Rezension schreibe, und werde nun kurz auf die unterschiedlichen Geschichten eingehen:

Galileo starb zu Recht von M. Krzywik-Groß: Ein Agent jagt eine Diebin quer durch die Welt. Spannender und temporeicher Einstieg, mit vielen Steampunk Elementen und einer tollen Wendung.

Eiken von Christian Vogt: Eine tolle Geschichte über einen Luftpirat. Wer Piraten mag wird diese Geschichte lieben ;)

Totenliebe von Torsten Exner: Eine tolle Geschichte, super geschrieben und ausgearbeitet. Hier laufen viele kleine Erzählstränge zusammen und die Auflösung ist doch überraschend.

Das Ägyptische Axiom von Stefan Holzhauer: Eine klassische Ausgrabungs- und Abenteuergeschichte, die in Ägypten spielt. Die Geschichte war die längste, aber auch sehr informativ. Eine tolle Mischung aus Ägypten und Steampunk.

Das Tourbillon von Henning Mützlitz: Eine Geschichte über einen exzentrischen Uhrmacher, der sein größtes Werk für den König erstellt. Mit doch viel Verrat und einem überraschenden Ende.

Der Gipfel von Christian Lange: Eine weitere Agentengeschichte. Hier suchen ein Mann des Geheimdienstes und sein Assistent den geheimen Stützpunkt der Luftpiraten.
Spannende und sehr tragische Geschichte.

Im Auge des Sturms von Stefan Schweikert: Sam ist ein Mädchen das auf der Straße lebt und davon Träumt Kapitän einen Luftschiffs zu werden. Leider wird sie verraten und gerät in die Fänge eines skrupellosen Wissenschaftlers. Eine wirklich spannende Geschichte.

Der Puppenmacher von Judith C. Vogt: Eine Luftpiratin versucht hinter das Geheimnis einer sprechenden Puppe zu kommen. Schön geschriebene und spannende Geschichte. Allerdings wird soe wahrscheinlich besser zur Geltung kommen wenn man die zerbrochenen Puppe liest bzw. gelesen hat :)

Honig mit Hindernissen von André Wiesler: Ein ungehobelter Luftpirat rettet zufällig die Tochter eines reichen Geschäftsmannes und erlebt so ein Abenteuer. Sehr tolle Geschichte mit viel Humor und Witz erzählt. Trotzdem sehr spannend.

Japanische Stille von Ann-Kathrin Karschnick: Auf einem japanischen Luftschiff werden sie Pläne eine Prototyps entwendet. Nun muss der Anführer der Sicherheitskräfte den Dieb finden. Ein toller Krimi, der super geschrieben ist und mit tollen Charakteren überzeugt.

Doppeltes Spiel von Eevie Demirtel: Ein Mann wird geschickt um einen entführten Adeligen zu retten. Ob er es schafft müsst ihr selbst lesen. Die Geschichte war spannend und man konnte sich durch die unerwartete Wendung doch sehr über einen Charakter ärgern.

Nach Westen von Marcus Rauchfuß: Eine interessante Entdeckergeschichte. Was passiert wenn Entdecker aus Europa auf Naturvölker treffen? Schöne Geschichte, allerdings ohne große Spannung.

Freiheit für Rumelien! von Christian Vogt: Interessantes Gedankenspiel. Allerdings nur zur Welt passend, nicht zu Steampunk

Fazit: Eine gelungene Mischung aus unterschiedlichsten Geschichten. Ich wurde durchgehend gut unterhalten, was ja das wichtigste an so einem Buch ist. Da dürfte auch für jeden etwas dabei sein. Sehr zu empfehlen, auch für Steampunk Neulinge!

03 Mai 2014

Sarah Gaspers - Äthergeboren




Inhalt
Deutschland, im Jahre 1883. Der Kriegt ist vorbei und die Regierung wurde von der Unguo Gesellschaft übernommen.
Amalia ist eine Tochter aus reichem Hause. Allerdings kann sie mit der Lebensart ihrer Eltern und der Reichen nicht anfangen. Sie liebt Abenteuer und die Freiheit.
So haut sie eines Tages von zu Hause ab und wird Kapitän eines Luftschiffes. Gemeinsam mit ihrer Crew erledigt sich, nicht immer legale, Aufträge. Eines Tages führt ein Auftrag sie zu den Aufständischen, die gegen die scheinbar unbesiegbare Unguo Gesellschaft ankämpfen.


Sieben Verlag | eBook  + Taschenbuch 268 Seiten | Einzelband | April 2014

Meinung
"Äthergeboren" ist ein toller Steampunk Roman. Er spielt in der viktorianischen Zeit, allerdings in Deutschland und nicht in London. Da sich einiges verändert hat, haben auch die Städte andere Namen bekommen, was ich persönlich sehr gut finde. So passt alles und wirkt realistischer.

Die Autorin hat einen schönen und flüssigen Schreibstil. Sie hat viele Details eingebarbeitet und die Dampfmaschinen erwachen bei den tollen Beschreibungen vor dem geistigen Auge zum Leben.

Man beginnt auch mitten in der Geschichte, es gibt keine langen Vorerklärungen. Was mich am Anfang allerdings auch etwas verwirrt hat, da ich überhaupt nicht wusste was los ist und vor allem wer wer ist. Zu Beginn gibt es auch einige Erzählstränge, die scheinbar gar nichts miteinander zu tun haben. Das ändert sich aber zum Glück schnell. Geschickt schafft es die Autorin alle Erzählstränge zu einem tollen und gelungenen Ende zusammen zu führen.

Die Geschichte hat viele Wendungen und wird nicht langweilig. Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen weil ich wissen wollte wie es weiter geht. Vor allem die Enthüllungen die nach und nach kommen waren sehr interessant und spannend. Und auch die Liebesgeschichte war gut in die Handlung eingebaut.

Die Charaktere sind sehr interessant. Amalia ist eine starke Frau, die es geschafft hat sich in einem von Männern dominierten Gebiet durchzusetzen und sich Respekt zu verdienen. Sie war mir sehr sympathisch, auch wenn ich manchmal ihr Verhalten nicht ganz nachvollziehen konnte.

Ihre Crew-Mitglieder sind ebenfalls gut beschrieben und tragen ihren Teil zu Geschichte bei. Trotz des relativ kurzen Buches ist kein Charakter zu kurz gekommen und bei einigen erfährt man auch ihre Hintergrundgeschichten!

Ich hätte mir trotzdem gewünscht, dass das Buch ein bisschen länger ist. Die Autorin hat wirklich viele tolle Ideen, die auch gut ausgearbeitet und umgesetzt sind. Davon hätte ich gerne mehr gelesen!

Ein absolutes Muss für Fans von Dampfmaschinen und Luftschiffen!

Danke an den  Sieben Verlag für die Bereitstellung des Buches!